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Wissenswertes / Tipps

So gestalten Sie ihr Passepartout - Experten Tipps

Die Rahmung mit Passepartout eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten ein Bild gekonnt in Szene zu setzen und seine Wirkung zu unterstreichen. Erfahren Sie im Folgenden - von der Autorin Karin Havlicek -  wie Sie für Ihre Arbeit und Bilderrahmen das optimale Passepartout wählen. Hier erhalten  Sie viele Tipps: Wie Sie  mit abgedecktem oder freigelegtem Passepartout einrahmen,  die richtigen Proportionen bestimmen, die ideale Platzierung des Ausschnitts wählen und die richtige Farbe des Passepartouts finden.

Vergleichsbild-Conservo-600x450 Vergleichsbild-Classic-600x450Unterschiedliche Wirkung: Halbe-Rahmen ohne Passepartout und einmal mit Passepartout

Wenn eine Papierarbeit mit einem Passepartout gerahmt wird, sieht sie insgesamt wertiger aus. Ein hochwertiges Passepartout vermittelt durch den Schrägschnitt eine gewisse Tiefe und gibt dem Bild, durch den Abstand zum Rahmen mehr Raum, da die gesamte Rahmung auch größer wird. Ein dickes Passepartout verstärkt diese Wirkung. Bei welligen starken Papierarbeiten wählt man immer ein starkes Passepartout.
Außerdem kommt durch die Rahmung mit Passepartout das Bild nicht direkt in Kontakt mit dem Glas. Die von Halbe-Rahmen verwendeten, zertifizierten Passepartouts von Klug – Conservation, sind alterungsbeständig und bieten ihrem Kunstwerk einen aktiven Schutz. Das Bild kann abgedeckt oder frei gelegt präsentiert werden.


Papierarbeit - abgedeckt mit Passepartout
Passepartout-bedeckt-2Passepartout aus 1,5mm starkem KLUG-Museumskarton
Wenn das Bild abgedeckt wird, ist lediglich ein gewisser Ausschnitt des Bildes sichtbar. Diese Art der Präsentation wird z.B. bei der Rahmung von Drucken oder Fotographien gewählt oder bei Papierarbeiten deren Rand störend wirkt, weil er beispielsweise beschädigt, ungerade oder ausgefranst ist. Abgedeckt mit Passepartout bedeutet, dass der Bildausschnitt des Passepartouts mindestens 1 cm kleiner ist als die zu
 Passepartout-bedeckt2-2Passepartout aus 3mm starkem KLUG-Museumskarton für starke Akzente
rahmende Papierarbeit. Somit wird allseitig 0,5 cm der Papierarbeit abgedeckt. Es soll einerseits möglichst viel von dem Bild gezeigt werden, andererseits darf der Bildrand aber auch nicht sichtbar sein oder sich

Passepartout-Signatur-2Papierarbeit mit Unterschrift, abgedeckt mit einem zugeschnittenen Passepartout (1,5mm stark) in einem Bilderrahmen Holz 10, Erle dunkel
hervorwölben, wenn beispielsweise zu knapp berechnet wird. Bei der Messung der Papierarbeit und der anschließenden Festlegung des Bildausschnittes ist zu beachten, dass die Papierarbeit an der Oberkante noch befestigt werden muss.
Falls eine Signatur vorhanden ist, sollte diese wenn möglich voll gezeigt werden. Die Papierarbeit kann direkt hinter dem Passepartout befestigt werden oder auf dem sogenannten Bildträger.


Papierarbeit - frei gelegt mit Passepartout
Passepartout-freiliegend-2Acrylgemälde freigelegt mit weißem Passepartout (3mm stark) in einem Classic Magnetrahmen Alu 18, Chrome glänzend
Freigelegt mit Passepartout bedeutet, dass die Papierarbeit in Ihrer vollen Größe gezeigt wird. Der Ausschnitt des Passepartouts ist allseitig um einige Millimeter größer als die Papierarbeit. Wie viel Millimeter der Abstand vom Bildrand zur Vorderkante des Schrägschnitts betragen sollte, hängt von der Papierarbeit ab. Ein allseitiger Abstand vom Bildrand zum Passepartout, von mindestens 0,5 bis zu 1,0 cm, sieht optisch gut aus. Sofern die Papierarbeit nicht ganz im Winkel oder nicht ganz gerade ist, berechnet man einen größeren Abstand, da das Blatt dann ausgemittelt werden kann. Die Papierarbeit muss auf dem Bildträger befestigt werden. Da der Bildträger durch diese Art der Präsentation sichtbar ist, sollten Bildträger und Passepartout dieselbe Farbe und Qualität haben.

Die richtigen Proportionen bestimmen

Wie breit ein Passepartout sein sollte, ist letztendlich Geschmackssache.
Aus meiner Erfahrung sieht es harmonisch aus, wenn die Breite des Passepartoutrandes ca. 10-12 % des Maßes der längeren Seite beträgt.
Bei einer Papierarbeit mit einer Größe von 70 cm x 50 cm beträgt die Breite des Passepartouts dann 8,5 cm. Man beachte, dass die Vorderkante des Rahmens einige Millimeter hiervon abdeckt und somit die sichtbare Passepartoutbreite verringert wird.
Passepartout-248x348-2Weißes Passepartout mit schmalem Rand (Außenformat 300x400, Ausschnitt: 238 x 338 mm, entspricht 8% Randbreite)
Passepartout-198x298-2Weißes Passepartout mit mittlerer Randbreite (Außenformat 300x400, Ausschnitt: 178 x 288 mm, entspricht 14% Randbreite)
Passepartout-148x248-2Weißes Passepartout mit breitem Rand (Außenformat 300x400, Ausschnitt: 138 x 238 mm, entspricht 20% Randbreite)

Die ideale Platzierung des Ausschnitts wählen

Das Passepartout kann allseitig gleich sein. Optisch schöner sieht es aber aus, wenn der untere Rand circa 5 mm breiter ist als die anderen 3 Seiten rechts, oben und links.
Passepartout-208x288-2Weißes Passepartout mit breiterem unterem Rand
Passepartout-208x208-2Weißes Passepartout der quadratische Ausschnitt ist außerhalb der Mitte platziert

Denkbar sind aber auch andere Präsentationsformen in Bezug auf die Umrandung beziehungsweise die Platzierung des Ausschnitts. Wenn ein Künstler beispielsweise ein Motiv bewusst außerhalb der Mitte auf das Blatt gedruckt oder geprägt hat, so ist diese Idee bei der Rahmung zu berücksichtigen. Falls das Blatt mit Passepartout gerahmt werden soll kann man sich proportional an dem Motiv orientieren und den Bildausschnitt entsprechend wählen wie z.B. links und rechts einen schmalen Rand, oben einen breiten Rand und den unteren Rand deutlich breiter. Für die Bestimmung der Passepartoutmaße ist es hilfreich, mittels eines Meterstabes mehrere Varianten auszuprobieren und mittels einer sauberen Papierunterlage das Blatt auszurichten.

Die richtige Farbe des Passepartouts finden
Passepartout-schwarz-und-weiss-2Verschiedene Passepartoutfarbtöne (Weiß, Altweiß, Naturweiß, Schwarz). Dahinter verschiedene Papiere. Die Passepartoutfarbe orientiert sich an der Farbe der Papierarbeit.

Was die Wahl der Passepartoutfarbe betrifft, ist auch hier alles denkbar und hängt nicht zuletzt von den persönlichen Vorstellungen ab.
Bei handgearbeiteten Druckgraphiken auf hellem Papier, oftmals handgeschöpftem Büttenpapier, empfehle ich die Farbe des Passepartouts annähernd in der Farbe des Blattes zu wählen. Hier bietet sich das Passepartout in naturweiß an.
Bei schwarz - weiß Fotografien sieht ein weißes Passepartout sehr gut aus, wenn die Präsentation klassisch und zudem hell wirken soll. Ob weiß oder altweiß hängt vom Weißton der Papierarbeit ab. Wenn die Wände des Raumes frisch in strahlendem weiß gestrichen sind, ist die Wahl eines weißen Passepartouts ebenfalls optimal. Alternativ bietet sich der gebrochene Weißton in Altweiß an. Ein schwarzes Passepartout sieht bei dunklen Bildmotiven sehr gut aus, da das Motiv dann insgesamt heller erscheint.