Barbara Birke und Brigitte Deus-Neumann eroberten das Alte Gefängnis in Freising

Mit „Hingucker“ präsentierten die beiden Fotografinnen Barbara Birke aus Freising und Brigitte Deus-Neumann aus Moosburg ihre neuesten Werke im Alten Gefängnis in Freising. Die Schau bewies eindrücklich, dass wahre Kunst oft jenseits von Routine und Perfektion entstand.

Das Werk beider Künstlerinnen zeichnete sich dadurch aus, dass es nicht nur die Kamera und das Motiv, sondern vor allem das Auge des Betrachters in den Mittelpunkt stellte. Sie fingen in ihren Arbeiten das Besondere, das Ergreifende und Außergewöhnliche ein, das im alltäglichen Anblick unterging.

Impressionen von: Brigitte Deus-Neumann und Barbara Birkes "Hingucker"
© Barbara Birke, Dr. Brigitte Deus-Neumann

Harmonisch unkonventionell: Das Duo Birke und Deus-Neumann

„Hingucker“ war dabei wörtlich zu nehmen. Die Ausstellung bestach durch ein harmonisches Zusammenspiel von plakativen, vollkommen fokussierten Fotos und eher abstrakter, malerisch anmutender Fotokunst.

Impressionen von: Brigitte Deus-Neumann und Barbara Birkes "Hingucker"
© Barbara Birke, Dr. Brigitte Deus-Neumann

Brigitte Deus-Neumann zeigte Fotografien, die durch ihre ungewöhnlichen Motive und fast unwiederbringliche Augenblicke bestachen. Ihr Werk leuchtete oft in einer kräftigen Farbgebung, die einen direkten, intensiven visuellen Eindruck hinterließ.

Impressionen von: Brigitte Deus-Neumann und Barbara Birkes "Hingucker"
© Barbara Birke, Dr. Brigitte Deus-Neumann

Barbara Birke hielt bei ihrer Motivsuche nach besonderen Perspektiven, Farbstimmungen, Strukturen oder Situationen Ausschau. Ihre Liebe zur Architektur bildete einen Schwerpunkt ihrer Arbeiten, und in Bildausschnitten, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind, zeigte sie eine eigene, spannende Bildsprache.

Impressionen von: Brigitte Deus-Neumann und Barbara Birkes "Hingucker"
© Barbara Birke, Dr. Brigitte Deus-Neumann

Ein eindrucksvolles Zeugnis kreativen Schaffens

Bei der Eröffnung würdigten Freisings Kulturreferent Nico Heitz und die Freisinger Stadträtin Susanne Günther die Arbeit. Sie betonten, die Ausstellung sei ein eindrucksvolles „Zeugnis des kreativen Schaffens zweier Künstlerinnen“ gewesen.

Die Exponate – knapp 80 Fotografien hingen in den historischen Mauern des Alten Gefängnisses – zeigten die Tiefe des Schaffens der beiden Frauen, die es verstanden, alltägliche Momente in tiefsinnige, bleibende Kunst zu verwandeln.

Die Ausstellung bot eine faszinierende Zwiegesichtigkeit von Klarheit und Abstraktion, von Detailverliebtheit und ganzheitlichem Eindruck, die sich in diesem Zwiegespräch zweier Talente entfaltete.