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fictitious location spotting for a non-existing movie

Seit ihrer frühen Jugend war Véronique Kolber von den Werken HP Lovecrafts, Edgar Allan Poes und Stephen Kings begeistert und seitdem fasziniert von deren sonderbaren, düsteren und spannungsgeladenen Stimmungen.

Doch nicht nur die Geschichten und Charaktere aus diesen Filmen und Büchern, sondern auch die Vereinigten Staaten von Amerika, deren Mysterien und gewöhnliches, wenn auch irgendwie merkwürdiges Antlitz, übten eine unerklärliche Anziehung auf die Künstlerin aus. Während einem Zeitraum von 8 Jahren reiste sie deshalb mehrmals in die „States“. Dabei entstand ihr AMERICAN DIORAMA , eine von Eggleston und Shore inspirierte, sehr persönliche Fotoserie über ihre Reisen und ihren Alltag in Amerika. Hier vereinte die Fotografin, Strassenfotografie sowie Portrait- und Landschaftsfotografie wobei Sie aber auch unbekannte, nicht identifizierbare Orte ohne erkennbare menschliche Spuren fotografierte. Diese Fotografien erwecken das Gefühl eines Déjà-Vus und lösen beim Zuschauer eine Welle an Assoziationen, ganz wie ein Film der sich wie von selbst abspielt.

Inspiriert von Filmen und ihrer eigenen Erfahrungen als Filmsetfotografin, entwickelt Véronique Kolber dieses Projekt zu seiner jetzigen Form weiter: “fictitious location spotting for a non-existing movie“. Die im Cercle Cité ausgestellten Fotos werden durch Auszüge aus Drehbüchern von unter anderem David Lynch, den Coen-Brüdern und Christopher Nolan ergänzt, mittels deren Véronique Kolber neue Assoziationen schafft und die ursprünglichen Narrative weiterführt – zwischen Hommage und Neuerfindung.

Die Künstlerin präsentiert ihre Arbeit in Bildern in denen die Zeit stillsteht, die darauf warten mit Geschichten und Handlungen gefüllt zu werden. Sie liefert die Leinwand, das amerikanische Trugbild, und lädt die Zuschauer ein, die nächste Szene zu vervollständigen.

Indem sie die Werke amerikanischer Filmemacher mit ihren eigenen Drehbüchern infiltriert, fügt Véronique Kolber ihnen eine weitere, zwischen autobiografischer Fiktion und Filmrealität schwebende Dimension hinzu. So verwischt sie die Spuren zwischen Wirklichkeit, Schein und kollektiver Vorstellungskraft.

Darüber hinaus zeigt die Fotografin einen 30 minütigen „Film“ bestehend aus Standbildern und amerikanischer „voice-off“, zu denen der Musiker & Komponist Daniel Balthasar (Kolber’s Mann und Begleiter der USA Reisen) einen spannenden mysteriösen Soundteppich komponiert hat.

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